
Die beste Pizza der Stadt – und der Welt!
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Ich würde empfehlen, nur deine Lieblingskleidung mitzunehmen. In den USA wirst du SO viel shoppen gehen, denn dort gibt es viel bessere Angebote als hier in Deutschland. Viele zukünftige Au Pairs übertreiben es meiner Meinung nach mit dem Einkaufen im Vorfeld und nehmen Tonnen an Drogerieprodukten mit, weil es in Amerika angeblich so teuer wäre. Ich kann dir sagen, spare dir den Platz und das Gewicht in deinem Koffer lieber für Dinge, die du dort nicht kaufen kannst! Du wirst nicht auf dem Mond wohnen, dort kannst du auch alles kaufen gehen.
Für die Orientierungstage in New York wird dir nur dein Handgepäcks-Koffer zur Verfügung stehen. Denk an die kleinen 100 ml Größen, denn nur diese sind im Flugzeug zugelassen. Packe am besten wärmere Klamotten ein, selbst wenn du im Sommer ausreist, im Hotel ist es eisig kalt. Das ist oft der Fall, denn Klimaanlagen sind in den USA überall.
In deinem Koffer wirst du außerdem deine Gastgeschenke für die Gastfamilie transportieren. Natürlich ist es schön, Geschenke zu machen und gegebenenfalls etwas von deiner Kultur zu teilen, doch übertreibe es nicht. Die Kinder haben meist schon Tonnen von Spielsachen zu Hause. Am Besten fragst du, falls du in Kontakt mit dem jetzigen Au Pair stehst, was die Kinder/ Eltern mögen oder noch nicht haben. Außerdem: Die Kinder werden dich nicht lieber mögen, weil du ihnen Geschenke mitbringst, denn diese werden wahrscheinlich nach ein paar Minuten vergessen sein.

Während den Orientierungstagen in New York wirst du dein Zimmer mit anderen Au Pairs teilen, die „in deiner Nähe“ wohnen. In meinem Fall war das nicht wirklich in der Nähe, aber es war schön jemanden zu kennen.

Im Laufe der Tage wirst du in den USA willkommen geheissen, dir der Umgang mit einer Gastfamilie beigebracht und du bekommst einen Erste Hilfe Kurs. Die Betreuer sind alle sehr nett und einfühlsam.
Dir wird vor der Ausreise eine New-York-Tour angeboten, die du dort mit der Gruppe machen kannst. Die Tour ist „kurz und knackig“ aber man bekommt einen Eindruck von der Stadt. Ich würde empfehlen, dort teilzunehmen!





Freunde zu finden, ist als Au Pair SO einfach! Also mach dir keine Sorgen, du wirst tolle Freunde finden. Du musst dir vorstellen, dass sich jeder in der selben Situation befindet.
Doch das Wichtigste: Sei nicht schüchtern!
Ich hab damals ein Mädchen per Facebook angeschrieben, weil sie am selben Tag wie ich ausreisen sollte, ich dachte wir können im Flugzeug nebeneinander sitzen. Wir haben uns schon im Vorfeld getroffen und toll verstanden. Leider hatte sie einen anderen Flug als ich, doch wir haben uns dann im Hotel wieder gesehen. Sie hat mich im Laufe des Jahres in Chicago besucht, ich habe sie in Boston besucht und in unserem Reisemonat sind wir zusammen nach Hawaii geflogen. Heute ist sie eine meiner besten Freundinnen.
Im Endeffekt habt ihr nichts zu verlieren, jeder sucht neue Freunde, manchmal versteht man sich auf Anhieb blendend und manchmal eben nicht, dann klappt es sicher nächstes Mal!

Heimweh ist ein Thema, welches wahrscheinlich jedes Au Pair einmal betreffen wird. Ob ganz am Anfang oder ganz am Schluss deines Jahres, irgendwann wird dich das unschöne Gefühl überkommen. Daran ist nichts falsch, denn Heimweh bedeutet eigentlich nur, dass du dich Zuhause so wohl fühlst, dass du gerne daran zurück denkst.
Ich persönlich hab die ersten drei Wochen nur geweint. Alles hat bei den Orientation Days angefangen, bei denen uns öfters gesagt wurde, dass wir unsere Familien und Freunde nun ein ganzes Jahr lang nicht mehr sehen würden. Ich wusste das. Es hat mir nur davor niemand gesagt. Und dann überkam es mich…
Damals war mir das furchtbar peinlich, nun würde ich als die abgestempelt werden, die nichtmehr aufgehört hat, zu weinen – die Heulsuse.
Das hat auch nach der Ankunft bei meiner Gastfamilie nicht aufgehört. Obwohl ich mich wirklich willkommen und nett aufgenommen gefühlt habe, konnte ich einfach nicht aufhören. Daraus hatte ich auch kein Geheimnis gemacht, schließlich hat man es mir angesehen.
Meine Gasteltern dachten schon, sie müssten sich ein neues Au Pair suchen, da sie schon 6 Au Pair vor mir hatten und keines von denen solch ein Verhalten gezeigt hat. Ich hingegen habe nie ans heim gehen gedacht.
Nach drei Wochen, von einem auf den anderen Tag, hatte ich kein Heimweh mehr. Eigentlich ist nichts passiert, es war eben einfach weg.
Ich denke, es ist okay sich ein wenig Zeit zu nehmen, schließlich ist es gerade in unserem Alter, ein großer Schritt, so lange von zu Hause weg zu sein. Gerade weil man sich immer wieder vor Augen hält, wie lange ein Jahr doch ist. Redet mit euren Gasteltern und Freunden darüber, es bringt nichts so zu tun, als wäre nichts.
Im Nachhinein habe ich erfahren, das viele von den Mädels, denen es auf den Orientation Days in New York gut ging und die mich getröstet haben, frühzeitig nach Hause geflogen sind. Manche schon nach ein paar Wochen. Ob du nun traurig bist oder nicht, es hat nichts damit zu tun, ob du dein Jahr abbrichst. Lass alles raus, denn es hat nichts mit Schwäche zu tun, wenn du deine Gefühle zeigst.
Also: Egal ob du wie ich bist oder ob du überhaupt kein Heimweh verspürst, genieße jede Sekunde deines Jahres, denn es wird so schnell vorbei sein!




































































































































